Mein Blog – meine Contentlinks
24. Juli 2009
Contentlinks von gut gepflegten Blogs sind heutzutage in SEO-Kreisen heiß begehrt. Deswegen werden Blogposts, aus denen bestimmte Keywords verlinkt sind, auch von mir mit besonderer Aufmerksamkeit gelesen. Denn oft liegt der Verdacht nahe, dass als Gegenleistung für den Post Zuwendungen in verschiedenster Form geflossen sind. Oft ist es ja auch zu offensichtlich, denn Texte werden so konstruiert, dass bestimmte Keywords da hinein passen und entsprechend verlinkt werden. Das wirkt manchmal ziemlich platt.
Aber gut, jeder Blogger muss selbst entscheiden, wie wichtig ihm seine Authentizität ist. Wer zuviel davon verliert, wird das am Traffic und den Links merken und irgendwann mit seinem Blog in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Back to the roots ist halt nicht immer gut.
Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte: heute ist bin ich auf diesen Blogpost und den dazu gehörigen Kommentar von “elbnymphe” gestoßen. Daniel vom Dapema-Blog hatte einen Artikel zum Thema “Fotografie in Dresden” geschrieben und aus dem Artikel die Webseite eines befreundeten Fotografen verlinkt. Prompt kam folgender Kommentar von “Elbnymphe”:
Dapema, da Du hier offenkundig Werbung machst, ohne dies als solche zu deklarieren, fliegst Du von meiner Blogroll der Dresden-Blogger. Schade, denn Deine Postkarten-Aktionen und auch manches Andere fand ich recht nett.
“Elbnymphe” hat das Dapema-Blog also mal kurzerhand von Ihrer Blogroll geschmissen, mit der Begründung, dass dieser Artikel offensichtlich Werbung sei. Dazu von mir einige Denkanstöße, auch in Richtung “Elbnymphe”, die ich hier bewusst nicht verlinke:
- Solche selbsternannten Moralapostel wie “Elbnymphe”, genährt von gefährlichem Halbwissen, kommen gerade im Netz immer extrem sympathisch rüber.
- Irgendwie ist die Bloggosphäre ganz schön krank, wenn man hinter jeder Verlinkung gleich Werbung/Linkkauf vermutet. Links auf gute Seiten/Angebote zu setzen, war früher mal ganz normal.
- Jeder sollte doch selbst entscheiden dürfen, worüber er auf seinem Blog schreibt und wen er verlinkt. Risiken und Nebenwirkungen sollten bekannt sein. Wenn nicht – Pech gehabt.
- Wenn dieser Artikel so offensichtlich Werbung ist, frage ich mich warum der Linktext die Domain enthält und nicht ein relevantes Keyword.
- Ich werde auf meinem Blog immer selbst entscheiden wann, warum, wohin verlinkt wird. Hab ich auch schon. Siehe oben.
Jetzt geht’s mir besser. Danke für’s Fertiglesen!
24. Juli 2009 um 20:39
bin ich voll und ganz deiner meinung! verlinkt nicht, ist man der arsch der nation (auch zu recht
), verlinkt man gerne, wird man gleich als spam schleuder geächtet.
aber meiner meinung nach wird so oder so zu wenig verlinkt, deswegen hab ich auch vor knapp 1 monat eine recht wunderbare aktion gestartet: http://www.s-t-x.com/es-gibt-noch-immer-einen-natuerlichen-link-geiz-im-internet.-doch-warum-ist-das-so.html
(hoffe das geht jetzt nicht als werbung durch!)
naja, dann kann man nur hoffen, dass sich die blogsphäre mal besinnt und von der ganzen ich-bin-guter-du-bist-schlechter-linkverkäufer-nummer herunterkommt und sich endlich wieder auf das wesentliche konzentriert: gemeinschaftliches bloggen!
glg°°
26. Juli 2009 um 20:17
Don’t feed the blog-roll-trolls