Der spanische Stier
30. März 2009
“Der spanische Stier” – so lautete die Überschrift eines Artikels zu Mario Gomez in einem Magazin zur Fußball-EM 2008. Nun ja, es kam anders. Die Konsequenz daraus waren unter Anderem Pfiffe beim Länderspiel gegen Liechtenstein am Samstag. Diese Pfiffe werden nun von den Medien thematisiert und überwiegend als unsportlich gewertet.
Ich hatte das Glück, live im Zentralstadion anwesend sein zu dürfen. Auch ich habe gepfiffen. ABER: meine Pfiffe galten gar nicht unbedingt Mario Gomez, sondern der dickköpfigen Aufstellung von Jogi Löw. Schließlich ist Herr Löw glühender Verfechter des Leistungsprinzips, Stammplätze gibt es nicht. Und wenn es gerade mal nicht läuft, warum bringt man dann immer wieder Mario Gomez? Gerade gegen einen schwachen Gegner wie Liechtenstein hätte man einem anderen Stürmer eine Chance geben können bzw. Mario Gomez aber der 2. Hälfte für das schwere Spiel gegen Wales schonen können. So war keinem geholfen. Der Fokus ruht mal wieder auf Mario Gomez. Das lässt ihn sicher nicht lockerer werden.
Übrigens: man stelle sich vor ein Abwehrspieler würde sich so viele Fehler wie Mario Gomez erlauben. Ich denke da würde das “Leistungsprinzip” umgehend greifen.

Und wieder muss ich Olli Kahn zitieren “Mund abputzen” und “Weiter machen, immer weiter machen”. Viel Glück Mario am Mittwoch gegen Wales!
30. März 2009 um 17:01
[...] Alle rege sich über den Gomez auf – schlimm. Und das nur, weil er seit über einem Jahr kein Tor in der Nationalelf geschossen hat
[...]
31. März 2009 um 08:57
Seit 13 Spielen um genau zu sein kein Tor als Stürmer. Da noch von Formtief zu sprechen, wie es einige tun, ist schon gewagt.
Aber noch mal: das eigentliche Ärgernis war die Aufstellung von Mario Gomez durch Joachim Löw.
1. April 2009 um 22:07
Juhu, heut hat er immerhin 1/4 Tor gemacht
8. Juni 2009 um 20:49
So – zur Ehrenrettung von Mario Gomez: Er trifft wieder. 4 Tore im Spiel gegen die Vereinigten Arabischen Emirate. Deswegen ist er für mich immer noch nicht der Knipser und Top-Stürmer, ABER: erst ist witzig. Im Interview nach dem Spiel meinte er auf die Frage des Journalisten, ob er jetzt erleichtert wäre: “War doch klar, dass ich heute treffe.”. Außerdem meinte er, froh zu sein, kurz vor Ende des Spiels noch ein Tor gemacht zu haben (was übrigens Weltklasse war), sonst hätte es wieder geheißen, Mario Gomez hat seit 40 Minuten nicht mehr getroffen. Sehr amüsant.
Fazit: er hat Sympathie-Punkte bei mir eingefahren. Jetzt muss er nur noch in “richtigen” Spielen treffen.