Wir benötigen für ein Projekt Unterstützung beim qualitativen Linkaufbau, schließlich gilt es die Domain zu stärken und nicht abzuschießen. Also haben wir uns mal in die Spur gemacht und uns ein paar Agenturen im Netz angeschaut, die Linkbuilding anbieten. Die engere Wahl fiel im Vorfeld auf 3 Agenturen, 2 davon sollen hier namentlich ungenannt bleiben.

Die erste Agentur nannte auf Anfrage (ohne die genaue Domain zu kennen) sofort einen Pauschalpreis, für den Linkbuilding-Aktivitäten dort zu haben sind. Als später die genaue Domain genannt wurde, wurde der Preis nach oben korrigiert. Um den Faktor 6. Das vorgeschlagene Maßnahmenpaket überzeugte uns auch nicht so wirklich, so dass wir von der Agentur Abstand nahmen.

Bei der zweiten Agentur fragte ich über das Kontaktformular auf der Webseite an. Dort kann man neben den persönlichen Daten gleich die betroffene Domain und wichtige Keywords eingeben. Wie praktisch. Nach Absenden des Formulars wird Kontaktaufnahme innerhalb von 48 Stunden versprochen. Nach einer Woche habe ich dann mal in der Agentur angerufen und gefragt, ob die Anfrage denn angekommen sei. Es wäre gerade Urlaubszeit, ich würde bald Antwort bekommen, wurde mir gesagt. Nicht unbedingt der perfekte Einstieg in ein vertrauensvolles Verhältnis zum Kunden, gerade bei so einer kritischen Dienstleistung wie dem Linkaufbau. Kürzlich bekam ich jetzt auch die Antwort von der Agentur. “Sehr geehrte Damen und Herren” stand da in der Anrede, wozu hatte ich meine persönlichen Daten hinterlassen? Dann folgt ein vorgefertigter Text mit Standardphrasen zum Thema Linkaufbau. Abschließend ein Absatz mit einem Pauschalpreis pro Link. <ironie>Das ist klasse. 1000 Links * x € = x1000 €. Passt in’s Budget. Nehmen wir. Und morgen regieren wir die SERP’s-Welt.</ironie> Von dieser Agentur haben wir auch ganz schnell Abstand genommen. Gruselig.

Und dann gibt’s da noch die Linkaufbau-Agentur von Saša Ebach. Auch dort gibt es für die erste Kontaktaufnahme ein Formular. Vorher gilt es, die FAQ zu lesen, die werden nämlich später abgefragt. Naja nein, nicht ganz, aber sie werden erwähnt. Auf jeden Fall dauerte es nicht lange, dass das Telefon klingelte, nachdem wir das Formular abgeschickt hatten. Was dann folgte war eine qualitativ hochwertige Analyse der IST-Situation der Projekt-Domain sowie der von Mitbewerbern und schon erste Empfehlungen was man wie tun könnte. Vom Chef persönlich, alles für lau und für ca. 45 min. Genau so hatte ich mir das vorgestellt. Also nicht alles für lau zu bekommen, sondern eine Agentur zu finden, die beim Linkaufbau weiß, was sie tut und einem nicht das Blaue vom Himmel verspricht.
Wenn alles läuft, wie ich mir das vorstelle, werden wir wohl für dieses Projekt mit der Linkaufbau-Agentur zusammenarbeiten. Ich freu’ mich drauf.

Contentlinks von gut gepflegten Blogs sind heutzutage in SEO-Kreisen heiß begehrt. Deswegen werden Blogposts, aus denen bestimmte Keywords verlinkt sind, auch von mir mit besonderer Aufmerksamkeit gelesen. Denn oft liegt der Verdacht nahe, dass als Gegenleistung für den Post Zuwendungen in verschiedenster Form geflossen sind. Oft ist es ja auch zu offensichtlich, denn Texte werden so konstruiert, dass bestimmte Keywords da hinein passen und entsprechend verlinkt werden. Das wirkt manchmal ziemlich platt.
Aber gut, jeder Blogger muss selbst entscheiden, wie wichtig ihm seine Authentizität ist. Wer zuviel davon verliert, wird das am Traffic und den Links merken und irgendwann mit seinem Blog in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Back to the roots ist halt nicht immer gut.
Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte: heute ist bin ich auf diesen Blogpost und den dazu gehörigen Kommentar von “elbnymphe” gestoßen. Daniel vom Dapema-Blog hatte einen Artikel zum Thema “Fotografie in Dresden” geschrieben und aus dem Artikel die Webseite eines befreundeten Fotografen verlinkt. Prompt kam folgender Kommentar von “Elbnymphe”:

Dapema, da Du hier offenkundig Werbung machst, ohne dies als solche zu deklarieren, fliegst Du von meiner Blogroll der Dresden-Blogger. Schade, denn Deine Postkarten-Aktionen und auch manches Andere fand ich recht nett.

“Elbnymphe” hat das Dapema-Blog also mal kurzerhand von Ihrer Blogroll geschmissen, mit der Begründung, dass dieser Artikel offensichtlich Werbung sei. Dazu von mir einige Denkanstöße, auch in Richtung “Elbnymphe”, die ich hier bewusst nicht verlinke:

  1. Solche selbsternannten Moralapostel wie “Elbnymphe”, genährt von gefährlichem Halbwissen, kommen gerade im Netz immer extrem sympathisch rüber.
  2. Irgendwie ist die Bloggosphäre ganz schön krank, wenn man hinter jeder Verlinkung gleich Werbung/Linkkauf vermutet. Links auf gute Seiten/Angebote zu setzen, war früher mal ganz normal.
  3. Jeder sollte doch selbst entscheiden dürfen, worüber er auf seinem Blog schreibt und wen er verlinkt. Risiken und Nebenwirkungen sollten bekannt sein. Wenn nicht – Pech gehabt.
  4. Wenn dieser Artikel so offensichtlich Werbung ist, frage ich mich warum der Linktext die Domain enthält und nicht ein relevantes Keyword.
  5. Ich werde auf meinem Blog immer selbst entscheiden wann, warum, wohin verlinkt wird. Hab ich auch schon. Siehe oben.

Jetzt geht’s mir besser. Danke für’s Fertiglesen!

Spam-Kommentare und SEO

18. Juli 2009

Jeder Blogger kennt das Problem der Spam-Kommentare, deren einziger Zweck ist, einen Backlink zu platzieren. Manchmal sind die ganz geschickt formuliert und fallen erst auf den zweiten Blick auf, oft sind sie aber einfach nur platt und gehören sofort gelöscht. Doch halt!!! Der Seouxindianer erklärt uns, warum man diese vielleicht nicht sofort löschen sollte.

Auf Kubitz.net berichtet Christine Butler Eric Kubitz über eine gelungene Social-Media-Marketing-Aktion der Online-Druckerei print24. Hintergrund der Geschichte: auf dem Blog wurde Tage zuvor über einen Disput mit einer anderen Online-Druckerei berichtet, die für einen schiefgelaufenen Bezahlvorgang bei einer Bestellung eine Bearbeitungsgebühr von 35,01 € erhob.

Print24 wurde auf diesen Artikel aufmerksam und reagierte auf äußerst charmante Weise. In einem persönlichen Anschreiben in Form eines klassischen Briefes wurde ein Gutscheincode offeriert und zwar genau in Höhe der 35,01 € Bearbeitungsgebühr des Mitbewerbers. Mit vollem Erfolg. Auf dem prominenten Blog berichtet nun ein langer Artikel über die Aktion von print24, der auch mit einem Backlink versehen ist. Und wer sich in der Materie auskennt weiß, dass Links von solchen Blogs durchaus wertvoll sind.

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