Was ist in der letzten Zeit darüber geschrieben worden, dass der Pagerank tot sei und von Google abgeschafft. Auch wenn das heute, am Tag des Updates, ein bisschen blöd klingt, ich habe nie daran geglaubt (@zeejott sei mein Zeuge). Nur weil sich Google ein bisschen Zeit mit dem Update gelassen hat, bedeutet das ja noch lange nicht, dass Google dieses hervorragende Marketinginstrument abgeschafft hat.
Die Projekte, die ich unter meinen Fittichen habe, sind stabil geblieben oder haben sich verbessert. Gut so, also hat mich Google scheinbar noch lieb. Dafür ist der Pagerank in meinen Augen immer noch ein ganz guter Indikator. Mehr allerdings auch nicht. Man kann den Pagerank vielleicht ein bißchen mit der “Goldenen Hausnummer” damals in der DDR vergleichen. Hausgemeinschaften, die ihren Vorgarten pflegten und das Haus in Schuss hielten, wurden dafür mit der “Goldenen Hausnummer” ausgezeichnet. Gebracht hat die nichts, sah aber gut aus :) . Außer das man wusste, dass dort nicht unbedingt die systemkritischsten Bürger wohnen. Diese These ist gewagt, ich weiß, aber man könnte fast sagen, der Pagerank hat seinen Wurzeln in der DDR. ;)

Nach all der Twittertreffen-Euphorie soll es heute mal wieder ein Artikel zur Suchmaschinenoptimierung, speziell zum Thema “Expired Domains” und dem Snapping-Tool “Zonespy“, werden. Wir haben “Zonespy” einen Monat versuchsweise eingesetzt und so richtig zufrieden sind wir damit nicht gewesen. Das liegt unter Anderem auch daran, dass wir im Vorhinein nicht so richtig feststellen konnten, was “Zonespy” kann und vor allem wie es etwas tut. Der volle Funktionsumfang kann nämlich erst eingesehen werden, wenn man einen kostenpflichtigen Basic-Account oder Pro-Account erwirbt. Ich finde persönlich ja, dass man so die “Katze im Sack” kauft. Damit ihr besser einschätzen könnt, ob Zonespy ein sinnvolles Arbeitsmittel für euch ist, will ich es hier kurz mit seinen Funktionen vorstellen, die es mit einem Pro-Account bietet.

Die Hauptnavigation bei Zonespy im linken Bereich ist in die Module “Für Besucher”, “Für Mitglieder”, “Über zonespy.de” eingeteilt. Hier soll es um das Modul “Für Mitglieder” gehen, welches die eigentliche Funktionalität enthält und ohne Registrierung nicht einzusehen ist. Hier stehen folgende Funktionen zur Verfügung:

  • Nachrichten
  • Echtzeitliste
  • Suchagenten
  • Domainarchiv
  • Exportschnittstelle
  • Domains überwachen
  • Domains verwalten
  • Kontoverwaltung

Die Punkte “Exportschnittstelle” und “Domains überwachen” sind momentan noch inaktiv und sollen wohl eine Art Preview sein.

Was mir gerade aufgefallen und unbedingt zu erwähnen ist: der Punkt “Hilfe” im Modul “Über Zonespy.de” ist (noch) nicht mit Inhalten hinterlegt.

zonespy-hilfe

Nachrichten

Der Punkt “Nachrichten” ist das Kommunikationszentrum der Anwendung, den man direkt nach dem Einloggen erreicht, so fern man das nicht anders konfiguriert hat.
Wenn ich mich recht erinnere, hatten wir im Testzeitraum nicht eine relevante Nachricht. Deswegen kann ich zu dem Punkt gar nicht so viel schreiben. Die “Nachrichten”-Funktion wird wohl erst interessant, wenn man erfolgreich Domains gesnappt habt. Das ist uns leider nicht gelungen, aber dazu später mehr.

Zonespy

Echtzeitliste

Hier wird es schon deutlich interessanter, denn die “Echtzeitliste” bietet eine Auflistung gerade ausgelaufener Domains mit verschiedenen Metadaten. Zu jeder ausgelaufenen Domain werden folgende Informationen angeboten:

  • “Pagerank”
  • “Backlinks”
  • “Indexiert”
  • “Archiv”
  • “Gelöscht”
  • “Registrieren”

Zonespy-Echtzeitliste

Die Punkte “Pagerank” und “Backlinks” sollten klar sein, wer damit nichts anfangen kann, sollte sowieso die Finger von Zonespy lassen. Einzig erwähnenswert ist vielleicht, dass der Pagerank in verschiedenen Status (btw. “Status” ist der Plural von “Status” und NICHT “Stati”) angezeigt wird, die durch Farben visualisiert werden. Ist der angezeigte PR grün ist alles o.k., schwarz zeigt einen veralteten PR und dass dich die Seite nicht mehr im Google-Index befindt. Die Farbe violett signalisiert, dass es Anzeichen von Manipulation des PR gab. Wie das von Zonespy ermittelt wird und ob das Sinn macht, weiß ich nicht. Aber es ist da ;) .

Der Punkt “Indexiert” zeigt die Anzahl der von der Domain bei Google indexierten (indizierten) Seiten an.

Der Punkt “Archiv” gibt an, ob die Seite in der Waybackmachine zu finden ist, was Rückschlüsse auf das Alter der Domain gibt.

Der Punkt “Gelöscht” gibt den Zeitpunkt an, an dem die Domain ausgelaufen ist. Interessant ist dabei zu beobachten, dass es dabei manchmal nur Sekunden dauert, bis die Domain wieder registriert wurde. Das geschieht häufig sicher auch mit Hilfe der Zonespy-Suchagenten, auf die ich später noch näher eingehe.

Ob eine Domain schon wieder registriert wurde, ist in der Spalte “Registrieren” zu erkennen. Ist die Domain noch nicht wieder registriert, kann man dort auch sofort eine Neuregistrierung vornehmen. Die Registrierung einer Domain über Zonespy kostet 6 Euro, setzt aber voraus, dass das Kundenkonto eine Deckung aufweist. Zum Kundenkonto später mehr.

Zonespy Domain registrieren

Unterhalb der Echzeitliste werden wenn verfügar ein Screenshot und weitere Informationen zur jeweiligen Domain angezeigt.

Suchagenten

Die Suchagenten sind auf den ersten Blick das funktionelle Schmankerl von Zonespy. Schließlich kann niemand 24 Stunden rund um die Uhr vor der Kiste hocken, um sicher zu gehen, dass ihm nicht die Hammer-Domain durch die Lappen geht. Der Suchagent ist also quasi der Wachhund und die Chefsekretärin in einer Person. Der Suchagent meldet, so bald eine Domain ausläuft, die individuell wählbaren Kriterien entspricht und übernimmt vollautomatisch die Registrierung der Domain, wenn gewünscht. Zumindest soll das so in der Theorie funktionieren.

Ein Suchagent besteht im Wesentlichen aus einem Wort-, Zeichen- und Längenfilter. Im Wortfilter kann man festlegen, welche (Schlüssel-)Wörter eine Domain enthalten soll und an welcher Position diese im Domainnamen vorkommen soll. Außerdem kann man Domains mit bestimmten (Schlüssel-)Wörtern ausschließen. 3 Filteroptionen sind im Wortfilter kombinierbar.

Im Zeichenfilter kann man Domains mit Bindestrichen oder Zahlen im Domainnamen ausschließen. Außerdem kann man IDN-Domains, also Umlautdomains, ausschließen.

Im Längenfilter kann man die Mindest- und Maximallänge des Domainnamens festlegen.

Desweiteren kann man Domains nach diesen Kriterien filtern:

  • Pagerank
  • Backlinks
  • Indexierte Seiten
  • Social Bookmarks
  • Archiviert

Zonespy Suchagenten einrichten

Die ersten 3 Filterkriterien sollten klar sein, bei “Social Bookmarks” kann man zwischen verschiedenen Zahlenwerten und der Angabe “Erweitert” auswählen. Die Bedeutung dieses Kriteriums ist mir nicht ganz klar, aber wahrscheinlich beschreibt der numerische Wert die Anzahl der vorhandenen Social Bookmarks. Beim Kriterium “Archiviert” kann die Anzahl der Jahre festgelegt werden, die sich die Domain schon im Archiv bzw. der Waybackmachine befindet bzw. ob sie überhaupt dort zu finden ist.

Zonespy Suchagenten einrichten

Um den Suchagenten zu komplettieren, kann am Ende festgelegt werden, was passieren soll, wenn eine Domain ausläuft, die den vorher festgelegten Filterkriterien entspricht. Der Funktionsumfang reicht dabei von Benachrichtigungen per Email, Sammelmail, SMS (20 Ct./SMS) und per HTTP-Request (1 Ct./Request). Außerdem kann man die Domain für eine jährliche Gebühr von 6 Euro pro Domain sofort registrieren lassen. So weit die Theorie. Nun zur Praxis.

Das automatisierte Registrieren einer Domain funktioniert nämlich nur, wenn man das zum Account gehörige Kundenkonto vorher auflädt.
Wählbare Beträge sind dabei 10 €, 25 €, 50 €, 100 €, oder 500 €, als Zahlarten können Sofortüberweisung, Paypal oder Vorkasse gewählt werden. Und hier liegt für mich ganz klar das ganz große Manko von Zonespy. Denn niemand kann mir doch garantieren, ob ich eine Domain snappe, die meinen Vorstellungen entspricht. Außerdem kann niemand voraussehen, wieviele Domains in welcher Zeiteinheit kommen, die meinen Kriterien entsprechen. Lade ich also zu wenig auf das Konto, besteht die Gefahr, dass mir Domains durch die Lappen gehen. Lade ich zuviel hoch und kommen keine oder wenig Domains, renne ich irgendwann meinem Geld hinterher. Dieser Zahlungsmodus ist eventuell in Verbindung mit einem Basic-Account vertretbar, für einen Pro-Account in meinen Augen nicht. Zahlen auf Rechnung sollte dort zwingend möglich sein! Dieses Manko ist auch ganz klar mit entscheidend, dass wir von Zonespy eher enttäuscht sind. Ein weiterer Punkt der zur Enttäuschung beigetragen hat ist, dass die Benachrichtigung bei relevanten Domains offensichtlich (bei uns) nicht richtig funktioniert (hat). Wir haben jedenfalls niemals eine Email vom Suchagenten erhalten, obwohl einige Domains durch die Echtzeitliste gerauscht sind, die uns interessiert hätten. Ob das am nichtaufgeladenen Kundenkonto liegt, können wir nur vermuten. Einen Vorteil kann ich der Kundenkonto-Problematik natürlich doch noch abringen: Prepaid bedeutet volle Kostenkontrolle. Kostenkontrolle kann man im Zweifelsfall aber auch mit entsprechenden Optionen, bspw. der maximalen Anzahl zu registrierender Domains, (besser) abbilden.

Domainarchiv

Im Domainarchiv werden, wie der Name schon sagt, die Domains archiviert, die am jeweiligen Tag durch die Echtzeitliste gerauscht sind. Vorausgesetzt man hat das nicht anders konfiguriert, werden dort auch wieder registrierte Domains angezeigt. Die kann man aber wahlweise herausfiltern und ein Stöbern im Domainarchiv kann sich eventuell lohnen. Ich denke aber, dass man dort nur noch den “Kistenkratz” (ich liebe dieses Wort) findet.

Zonespy Domainarchiv

Kontoverwaltung

In der Kontoverwaltung kann man unter Anderem seine Kundendaten bearbeiten. Viel interessanter sind aber die Möglichkeiten, die der Punkt “Einstellungen” bietet. Hier kann man beispielsweise festlegen, dass nur noch nicht registrierte Domains im Domainarchiv angezeigt werden, was mit den Domains passiert (Parken/Weiterleiten) oder über wen die Domains registriert werden (Zonespy/United Domains). Ein weiteres recht interessantes Feature ist die Domainregistrierung per SMS, die dort konfiguriert werden kann.

Zonespy Kontoverwaltung

Fazit

Leider hat uns Zonespy ein wenig enttäuscht. Sehr enttäuschend finde ich, dass man ohne kostenpflichtige Registrierung so wenig Einblick in den Funktionsumfang von Zonespy erhält. Auch dass man mit einem Pro-Account ein zusätzliches Kundenkonto aufladen muss, um Domains zu registrieren, gefällt nicht wirklich.
Die fehlende Benachrichtigungen durch die Suchagenten, kann eventuell auch an einem Konfigurationsfehler unsererseits liegen. Wären aber Inhalte in der Hilfe zu finden, wäre das vielleicht leichter gefallen. Abschließend bliebt zu sagen: Zonespy ist in unserem Test durchgefallen.

Wir benötigen für ein Projekt Unterstützung beim qualitativen Linkaufbau, schließlich gilt es die Domain zu stärken und nicht abzuschießen. Also haben wir uns mal in die Spur gemacht und uns ein paar Agenturen im Netz angeschaut, die Linkbuilding anbieten. Die engere Wahl fiel im Vorfeld auf 3 Agenturen, 2 davon sollen hier namentlich ungenannt bleiben.

Die erste Agentur nannte auf Anfrage (ohne die genaue Domain zu kennen) sofort einen Pauschalpreis, für den Linkbuilding-Aktivitäten dort zu haben sind. Als später die genaue Domain genannt wurde, wurde der Preis nach oben korrigiert. Um den Faktor 6. Das vorgeschlagene Maßnahmenpaket überzeugte uns auch nicht so wirklich, so dass wir von der Agentur Abstand nahmen.

Bei der zweiten Agentur fragte ich über das Kontaktformular auf der Webseite an. Dort kann man neben den persönlichen Daten gleich die betroffene Domain und wichtige Keywords eingeben. Wie praktisch. Nach Absenden des Formulars wird Kontaktaufnahme innerhalb von 48 Stunden versprochen. Nach einer Woche habe ich dann mal in der Agentur angerufen und gefragt, ob die Anfrage denn angekommen sei. Es wäre gerade Urlaubszeit, ich würde bald Antwort bekommen, wurde mir gesagt. Nicht unbedingt der perfekte Einstieg in ein vertrauensvolles Verhältnis zum Kunden, gerade bei so einer kritischen Dienstleistung wie dem Linkaufbau. Kürzlich bekam ich jetzt auch die Antwort von der Agentur. “Sehr geehrte Damen und Herren” stand da in der Anrede, wozu hatte ich meine persönlichen Daten hinterlassen? Dann folgt ein vorgefertigter Text mit Standardphrasen zum Thema Linkaufbau. Abschließend ein Absatz mit einem Pauschalpreis pro Link. <ironie>Das ist klasse. 1000 Links * x € = x1000 €. Passt in’s Budget. Nehmen wir. Und morgen regieren wir die SERP’s-Welt.</ironie> Von dieser Agentur haben wir auch ganz schnell Abstand genommen. Gruselig.

Und dann gibt’s da noch die Linkaufbau-Agentur von Saša Ebach. Auch dort gibt es für die erste Kontaktaufnahme ein Formular. Vorher gilt es, die FAQ zu lesen, die werden nämlich später abgefragt. Naja nein, nicht ganz, aber sie werden erwähnt. Auf jeden Fall dauerte es nicht lange, dass das Telefon klingelte, nachdem wir das Formular abgeschickt hatten. Was dann folgte war eine qualitativ hochwertige Analyse der IST-Situation der Projekt-Domain sowie der von Mitbewerbern und schon erste Empfehlungen was man wie tun könnte. Vom Chef persönlich, alles für lau und für ca. 45 min. Genau so hatte ich mir das vorgestellt. Also nicht alles für lau zu bekommen, sondern eine Agentur zu finden, die beim Linkaufbau weiß, was sie tut und einem nicht das Blaue vom Himmel verspricht.
Wenn alles läuft, wie ich mir das vorstelle, werden wir wohl für dieses Projekt mit der Linkaufbau-Agentur zusammenarbeiten. Ich freu’ mich drauf.

Contentlinks von gut gepflegten Blogs sind heutzutage in SEO-Kreisen heiß begehrt. Deswegen werden Blogposts, aus denen bestimmte Keywords verlinkt sind, auch von mir mit besonderer Aufmerksamkeit gelesen. Denn oft liegt der Verdacht nahe, dass als Gegenleistung für den Post Zuwendungen in verschiedenster Form geflossen sind. Oft ist es ja auch zu offensichtlich, denn Texte werden so konstruiert, dass bestimmte Keywords da hinein passen und entsprechend verlinkt werden. Das wirkt manchmal ziemlich platt.
Aber gut, jeder Blogger muss selbst entscheiden, wie wichtig ihm seine Authentizität ist. Wer zuviel davon verliert, wird das am Traffic und den Links merken und irgendwann mit seinem Blog in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Back to the roots ist halt nicht immer gut.
Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte: heute ist bin ich auf diesen Blogpost und den dazu gehörigen Kommentar von “elbnymphe” gestoßen. Daniel vom Dapema-Blog hatte einen Artikel zum Thema “Fotografie in Dresden” geschrieben und aus dem Artikel die Webseite eines befreundeten Fotografen verlinkt. Prompt kam folgender Kommentar von “Elbnymphe”:

Dapema, da Du hier offenkundig Werbung machst, ohne dies als solche zu deklarieren, fliegst Du von meiner Blogroll der Dresden-Blogger. Schade, denn Deine Postkarten-Aktionen und auch manches Andere fand ich recht nett.

“Elbnymphe” hat das Dapema-Blog also mal kurzerhand von Ihrer Blogroll geschmissen, mit der Begründung, dass dieser Artikel offensichtlich Werbung sei. Dazu von mir einige Denkanstöße, auch in Richtung “Elbnymphe”, die ich hier bewusst nicht verlinke:

  1. Solche selbsternannten Moralapostel wie “Elbnymphe”, genährt von gefährlichem Halbwissen, kommen gerade im Netz immer extrem sympathisch rüber.
  2. Irgendwie ist die Bloggosphäre ganz schön krank, wenn man hinter jeder Verlinkung gleich Werbung/Linkkauf vermutet. Links auf gute Seiten/Angebote zu setzen, war früher mal ganz normal.
  3. Jeder sollte doch selbst entscheiden dürfen, worüber er auf seinem Blog schreibt und wen er verlinkt. Risiken und Nebenwirkungen sollten bekannt sein. Wenn nicht – Pech gehabt.
  4. Wenn dieser Artikel so offensichtlich Werbung ist, frage ich mich warum der Linktext die Domain enthält und nicht ein relevantes Keyword.
  5. Ich werde auf meinem Blog immer selbst entscheiden wann, warum, wohin verlinkt wird. Hab ich auch schon. Siehe oben.

Jetzt geht’s mir besser. Danke für’s Fertiglesen!

Spam-Kommentare und SEO

18. Juli 2009

Jeder Blogger kennt das Problem der Spam-Kommentare, deren einziger Zweck ist, einen Backlink zu platzieren. Manchmal sind die ganz geschickt formuliert und fallen erst auf den zweiten Blick auf, oft sind sie aber einfach nur platt und gehören sofort gelöscht. Doch halt!!! Der Seouxindianer erklärt uns, warum man diese vielleicht nicht sofort löschen sollte.

Ich wollte gerade wissen, wie viele Seiten einer Domain Google im Cache hat, die einen Bezug zu bestimmten Keywords haben bzw. diese Keywords im Titel haben. Okay – alle Seiten die Google zu einer bestimmten Domain im Cache hat, ist ne leichte Übung, nehmen wir mal als Beispiel tagmarks.de:

site:tagmarks.de

Kommen wir heute auf einen Stand von 14.800 Seiten. Nun interessiert mich aber noch, wieviele Seiten davon beispielsweise das Keyword “Auto” im Title haben. Letztens haben ich irgendwo, ich glaube beim Bösen SEO, gelesen, dass man die Befehle der Google-Syntax auch schachteln kann. Also:

site:tagmarks.de intitle:auto

Gebe ich das bei Google ein, spuckt mir das 46 Seiten aus, die das Keyword “Auto” im Title haben.

Ergänzung:

Wer sich alle Seiten einer Domain anzeigen lassen möchte, die ein bestimmtes Wort im Content haben, kann die Anweisung site:keyword nutzen. Zum Beispiel:

pagerank site:www.abtwittern.de

Noch weiter treiben kann man das Spiel mit

pagerank site:www.abtwittern.de intitle:pagerank

Diese Suchanweisung zeigt alle Seiten der Domain www.abtwittern.de an, die das Wort “Pagerank” im Content und im Title haben.

Am 23. Juni hatte mir semrush auf Nachfrage zugesichert, dass auf die dort angezeigten uralten Daten innerhalb von 2 Wochen ein Update erfolgt. Die 2 Wochen sind nun lang vorbei, die angezeigten Daten immer noch uralt. Auf erneute Nachfrage bekam ich von semrush folgende Antwort:

We haven’t updated the database for so long because we weren’t satisfied with the quality of keywords database. At the current moment the database is ready and it is being checked, so we will update it within next ten days еo be completely sure that everything is fine with it.

Irgendwie schon eigenartig, ein Produkt zu verhökern, was noch Datenbank-Probleme hat.

Ein Lob muss ich allerdings dem Support von semrush aussprechen, der immer schnell und höflich antwortet.

Ich dachte ja eigentlich, dass Google-Bomben nicht mehr so recht zünden. Gibt man heute allerdings die Suchphrase “Verräter Partei” bei Google ein, erscheint an erster Stelle die Domain der SPD. Funktioniert also noch, bin ja mal gespannt wie lange.

Heute mal 2 Themen in einem Post. Es ist Weltwirtschaftskrise, so helfe ich zu sparen. :)

Für viele Twitter-User ist die Anzahl der Followers das Maß der Dinge. Nicht umsonst gibt es diverse Tutorials und Tools im Netz, um zu mehr Followers zu gelangen. Der böse SEO hat sich die Sache mal genauer angeschaut und die Click-Through-Rates für einen Twitter-Account mit ca. 18.000 Followern ermittelt. Sein Fazit: solche Accounts sind Spam und gehören gekickt. Recht hat er.
Ich persönlich halte Twitter für ein hocheffektives Marketing-Tool für lokale Anbieter und Dienstleister, vorausgesetzt der Account hat hochwertige Follower mit lokalem Bezug. Wie wäre es z.B., wenn der Lieblingsitaliener das Gericht des Tages twittert oder der Bio-Laden um die Ecke Bescheid twittert ;) , wenn der Lieblingskäse wieder verfügbar ist. Fände ich ja dufte, wie der Berliner sagt.

Vor ein paar Tagen hat ein Kommentar einen historischen Post auf diesem Blog wieder zum Leben erweckt. Darin hatte ich meinem Ärger über eine DMOZ-Editorin Luft gemacht, die bei DMOZ mehrere eigene Projekte untergebracht hat. Und mein Projekt kam nicht rein. “Meineid” hat das Problem genau anders rum: sein Projekt kommt nicht raus bei DMOZ. Bleibt mir nur viele Grüße an “Rafaela” auszurichten, ich hoffe, die Schuh-Geschäfte laufen gut.

Alan Webb persönlich…

24. Juni 2009

…bzw. einen “Tommy in Hannover” gibt’s jetzt hier zu lesen. Hat mich gerade über Twitter erreicht, mit der Bitte um ReTweet bzw. Verlinkung. Letzteres erschien mir in Zeiten des Linkgeizes praktikabler. Außerdem ist Alan Webb ne verdammt coole Sau, die das einfach verdient hat. Das musste mal gesagt werden. Cheers Alan! :)

profil