Anton-Günther-Berghaus
3. Juni 2009
Wir waren kürzlich für einen kurzen Urlaub im Vogtland. Auf der Rückfahrt von Plauen zu unserer Unterkunft, dem Ferienhof Tröger in Hauptmannsgrün, waren wir auf der Suche nach einer Gaststätte (das Wort Restaurant passt hier nicht und Kneipe klingt zu derbe) mit regional typischer Küche. Irgendwo lockte uns dann ein riesiges Werbeschild am Straßenrand von der Fernverkehrsstraße weg und wir fuhren durch mehrere Dörfer, bis wir bemerkten, dass wir die Spur des beworbenen Restaurants längst verloren hatten. Also folgten wir einem Schild in Kirchberg, das den Weg zum Anton-Günther-Berghaus wies. Der schmale Waldweg führte uns auf einen Berg, auf dessen Gipfel ein Holzhaus stand, das mich spontan an das Wirtshaus im Spessart erinnerte.

In der Gaststube angekommen, fühlten wir uns um mindestens 50 Jahre zurückversetzt. Ein liebevoll holzgetäfelter Raum, Holzfußboden, 70 Jahre !!!! (ich habe das nachgefragt) alte Holzstühle, ein großer Ofen, Malereien an den Wänden.


Der Inhaber begrüßte uns freundlich, versorgte uns umgehend mit Getränken und wir wussten, dass wir das gefunden hatten, was wir gesucht hatten. Nach einem Blick in die Karte entschieden wir uns für Schwammerlsuppe, Sauerbraten mit Klößen und Schiebböcker, einer regionalen Käsespezialität. Und das war gut so. Es war die beste Pilzsuppe, die wir beide bis dato gegessen hatten, der Sauerbraten war besser als von Oma und der Schiebböcker war ein kleines kulinarisches Erdbeben. Im positiven Sinn. Zur Info für alle Nicht-Vogtländer: Schiebböcker wird aus Harzer Käse, Schlagsahne, Kümmel und Bier hergestellt. Diese Zutaten werden so lange miteinander verrührt, bis eine zäher Weichkäse entsteht. Den isst man dann zusammen mit frischen Zwiebeln, Rettichsalat und Brot. Ein Traum.


Am Tag darauf waren wir dann noch mal da. Ich hatte am Vortag Radler, kaum saßen wir stellte mir der Inhaber ein Radler auf den Tisch. Das nenne ich mal Service. Gegessen habe ich dann den Hackepeter. Für den wird übrigens immer der Fleischwolf angeworfen, frischer geht’s also nicht. Meine Freundin hatte den Schiebböcker, die Reste davon habe ich verzehrt. Und klar, als Vorspeise gab’s zweimal Schwammerlsuppe.
Also wer im Vogtland unterwegs ist (und ich kenne Leute die regelmäßig in Zwickau sind) und diese Art von Lokalität zu schätzen weiß, dem lege ich den Besuch des Anton-Günther-Hauses auf dem Borberg in Kirchberg unbedingt an’s Herz. Hier zur Orientierung noch ein Link zu Google-Maps. Der grüne Flatschen in der Mitte ist der Borberg. Da müsst ihr rauf, geht auch mit dem Auto, vorausgesetzt nicht tiefer gelegt.
Liebe Kirchberger, ich beneide Euch! Hegt und pflegt dieses Kleinod!

3. Juni 2009 um 20:10
Wie wärs denn mit “Gasthof” – das haben wir doch auch ursprünglich gesucht?!
3. Juni 2009 um 20:21
Übrigens sorry für die schlechte Qualität einiger Bilder. Die habe ich mit meinem “Smartphone” gemacht…
3. Juni 2009 um 20:26
Achso: ich höre ja schon die Preisfüchse unter Euch mit den Füßen scharren. Was kostet das Ganze? Naja, ziemlich preiswert das Ganze… Also nichts wie hin!
3. Juni 2009 um 20:40
Durchaus nett. Könnte mal ein ausflug von Z aus wert sein
nur mit dem Sportwagen kommt man da wohl nich hoch, auch wenn der nicht explizit tiefergelegt ist
4. Juni 2009 um 09:30
@Rob Dann nehmt ihr die Q. Nach dem guten Essen passt ihr eh nicht mehr in den Sportwagen
22. August 2009 um 15:09
Oh verdammt – wenn ich gerade mal wieder den Artikel lese, bekomme ich schon wieder Appetit und Sehnsucht nach dem Anton-Günther-Berghaus… Dieses Jahr muss ich da noch mal hin! Fakt!
26. August 2009 um 13:38
Wir haben uns es mal gemeinsam angeschaut und finden es richtig cool. Bei Gelegenheit schauen wir es uns auf jedenfall mal an.
Gruß Claudia (pflugi_dd)
28. März 2010 um 13:50
Das “Anthon-Günther-Haus” ist seit vielen Jahren in der libevollen “Betreuung” des Wirtspaares. Ich kenne beide noch aus meiner Kinder-und Jugendzeit (bin Baujahr ´63. Die Speisen waren immer schon regional ausgerichtet, von sehr guten Qualität und dabei recht moderat im Preis.
Und mit dem Auto muß man ja nicht bis nach oben fahren. Der “Aufstieg” tut der Fitness gut und regt dabei auch den Appetit an. Ich besuche regelmäßig meine “alte Heimat” und ein Besuch hier ist dann natürlich Pflicht.
Wer es wagen will kann auch auf den Turm steigen und hat so einen schönen Rundblick über Kirchberg und seine Umgebung. Besonders um die Adventszeit ist ein Besuch hier lohnend. Wenn man vorbestellt kann man sogar einen “Hutzenohm´d” erleben.
28. März 2010 um 13:58
Das “Anthon-Günther-Haus” ist seit vielen Jahren in der liebevollen “Betreuung” des Wirtspaares. Ich kenne beide noch aus meiner Kinder-und Jugendzeit (bin Baujahr ´63). Die Speisen waren immer schon regional ausgerichtet, von sehr guten Qualität und dabei recht moderat im Preis.
Und mit dem Auto muß man ja nicht bis nach oben fahren. Der “Aufstieg” tut der Fitness gut und regt dabei auch den Appetit an. Ich besuche regelmäßig meine “alte Heimat” und ein Besuch hier ist dann natürlich Pflicht.
Wer es wagen will kann auch auf den Turm steigen und hat so einen schönen Rundblick über Kirchberg und seine Umgebung. Besonders um die Adventszeit ist ein Besuch hier lohnend. Wenn man vorbestellt kann man sogar einen “Hutzenohm´d” erleben.
28. März 2010 um 13:59
Das “Anthon-Günther-Haus” ist seit vielen Jahren in der liebevollen “Betreuung” des Wirtspaares. Ich kenne beide noch aus meiner Kinder-und Jugendzeit (bin Baujahr ´63). Die Speisen waren immer schon regional ausgerichtet, von sehr guten Qualität und dabei recht moderat im Preis.
Und mit dem Auto muß man ja nicht bis nach oben fahren. Der “Aufstieg” tut der Fitness gut und regt dabei auch den Appetit an. Ich besuche regelmäßig meine “alte Heimat” und ein Besuch hier ist dann natürlich Pflicht.
Wer es wagen will kann auch auf den Turm steigen und hat so einen schönen Rundblick über Kirchberg und seine Umgebung. Besonders um die Adventszeit ist ein Besuch hier lohnend. Wenn man vorbestellt kann man sogar einen “Hutzenohm´d” (erzgebirgischer Heimatabend) erleben.